Verbands­internes Konzept zum Bundes­unternehmen der Rover­stufe 2021

 

1. Motivation und Ausgangssituation  

Die vergangenen Bundesstufenunternehmen der Roverstufe rbu08 (2008) und zuletzt rover.de (2013) haben gezeigt, dass eine Großveranstaltung dieser Art für Roverinnen und Rover ein einmaliges und vor allem prägendes Ereignis ist.  

1.1 Auftrag der Bundesstufenkonferenz 

Der Anspruch des Rover-Bundesarbeitskreises ist es, allen Roverinnen und Rovern innerhalb ihrer Stufenzeit, ein solch prägendes Großereignis zu ermöglichen. 

Da das letzte Bundesstufenunternehmen bereits 6 Jahre zurück liegt und damit bald die maximale Zugehörigkeitszeit zur Stufe von ebenfalls 6 Jahren übersteigt, hat die Bundesstufenkonferenz (BuKo) der Roverstufe im Jahr 2018 beschlossen, dass das nächste Bundesstufenunternehmen zum nächstmöglichen Zeitpunkt stattfinden soll. Für dieses wurden die Jahre 2020 und 2021 in Betracht gezogen.  

Daraufhin wurde eine Projektgruppe gebildet, bestehend aus Teilen des Bundesarbeitskreises und weiteren Interessenten aus der Roverstufe. Diese soll den Auftrag der BuKo umsetzen, eine Vision und ein Konzept für das nächste Bundesstufenunternehmen der Roverstufe zu entwickeln. 

Die erste Idee der Projektgruppe war ein Bundesunternehmen an Ostern 2021, sodass die Rover sich zur Bundestagswahl 2021 eine Meinung bilden können. Dies war aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich, daher wurde das Bundesunternehmen um ein Jahr verschoben. Trotz der Verschiebung wird an der Idee der politischen Bildung festgehalten, da politische Wahlen regelmäßig stattfinden.

1.2 Inhaltliche Motivation 

Populismus und Nationalismus gewinnen in vielen Staaten Wählerstimmen, während die an Kompromissen orientierte, gemäßigte Politik weiter Boden verliert. Gleichzeitig findet der Diskurs der Gesellschaft oft nicht mehr in der politischen Mitte, sondern an ihren extremen Rändern statt.  

Durch die Verschiebung öffentlicher Diskussionen in das Internet kann sich Radikalisierung zudem hinter Anonymität verstecken. Studien1 zeigen, dass die Möglichkeit die Meinungsbildung von Zielgruppen zu beeinflussen, durch den Einsatz neuer Medien steigt. Die Beeinflussung betrifft nicht nur die Zielperson direkt, sie schließt automatisch den Kreis der sie umgebenden Personen ein.  

Vor diesem Hintergrund ist das Sich-eine-Meinung-bilden so leicht und doch zugleich so komplex wie nie.  

Die aktuelle Debatte um die Friday’s for Future Bewegung, in der Schülerinnen und Schüler regelmäßig für Klimaschutz demonstrieren, zeigt, dass eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen ein Interesse an politischen Themen haben. Sie sind dazu bereit sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen zu befassen, die ihre Zukunft betreffen.  

Für eine demokratische und freie Gesellschaft ist es von essentieller Bedeutung, dass gerade junge Menschen, sich aktiv in die politischen Debatten einbringen und von den politischen Akteuren wahrgenommen werden. Damit beteiligt sich die junge Generation an der Gestaltung ihrer Zukunft. 

Sich-eine-Meinung- bilden und so eine eigene Haltung zu gesellschaftlichen und politischen Themen entwickeln ist die Voraussetzung für eine solche Beteiligung. Kinder und Jugendliche müssen dazu befähigt werden, Informationen zu erhalten und die Komplexität dieser zu erfassen.   

Mit unserem Bundesstufenunternehmen möchten wir dazu einen Beitrag leisten. 

2. Ziele und Zielgruppe 

Durch das Bundesstufenunternehmen sollen den Roverinnen und Rovern vielfältige Wahlmöglichkeiten geboten werden. Dadurch bekommen sie die Möglichkeit, sich selbstbestimmt und aktiv eine eigene Meinung zu bilden und lernen Entscheidungen auf Grund dieser persönlichen Meinung zu fällen. Dabei soll gleichzeitig der Austausch über die großen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft angestoßen werden.  

Im Folgenden werden weitere Ziele definiert und die Zielgruppe des Bundesstufenunternehmens dargelegt, da dieses auch über den Verband hinauswirken soll. 

2.1 Zielgruppe 

Das Rover-Bundesstufenunternehmen 2021 soll neben den Roverinnen und Rovern der DPSG auch für andere deutsche und internationale Roverinnen und Rover offenstehen. Daneben sollen in der Unterwegs- und Projektphase auch externe (Jugend-)Gruppen als Partner erreicht werden. 

  • Roverinnen und Rover (15-20 Jahre) der DPSG sowie deren Leitenden aus dem  
    gesamten Bundesgebiet 
  • 15 bis 20-jährige Mitglieder anderen Verbände des Rings deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (rdp) etwa 10% 
  • Internationale Gäste aus WOSM Pfadfinderverbänden 
  • (lokale) Kontaktgruppen während der Projektphase 

2.2 Ziele 

Laut unserer Ordnung (Die Ordnung der DPSG) sollen die Roverinnen und Rover am Ende der Roverstufe dazu in der Lage sein selbstständig auf ihrem Lebensweg zu sein. “Sie haben sich damit beschäftigt, wer sie sind und was sie können, und stehen dazu“ (S.55).   

„Auf Grundlage des Wertekanons der DPSG, der ein Zusammenspiel aus pfadfinderischen, gesellschaftlichen sowie christlichen Werten ist, bilden sich junge Menschen eine Meinung darüber, wie die Gesellschaft, in der sie leben, aussehen soll und setzen sich dafür aktiv ein“ (S.7). 

Aufbauend darauf ist das zentrale Ziel des Bundesstufenunternehmens, dass die Teilnehmenden den Prozess der Meinungsbildung bewusst erleben. Dazu setzen sich die Roverinnen und Rover mit einer von ihnen selbstgewählten Zukunftsfrage aus den Bereichen Umwelt, Politik oderGesellschaft auseinander.  

Damit ergeben sich die folgenden untergeordneten Ziele: 

Mitbestimmung erlebbar machen 
Durch das Einbinden der Roverinnen und Rover bereits in frühen Planungsphasen der Veranstaltung, sowie diversen Wahlmöglichkeiten im Programm erleben die Teilnehmenden Mitbestimmung im Verband direkt. Sie können Ideen mitnehmen, und diese auch in alltäglichen (Gruppen-) Situationen umzusetzen.

Politische Bildung 
Roverinnen und Rover werden dazu befähigt ihre eigene Meinung zu zentralen, gesellschaftlichen und politischen Themen zu entwickeln und diese zu vertreten. Sie lernen Wege kennen, sich politisch zu engagieren und übernehmen Verantwortung für sich und andere. Sie treffen (politische) Entscheidungen bewusst und reflektiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren den Aufbau und die Sicherung einer demokratischen Struktur und lernen deren Vorteile kennen.  

Dazu sollen sie durch verschiedene inhaltliche Programmpunkte (Workshops, Projekte in der Unterwegsphase, Begegnung mit Politikerinnen und Politikern etc.) befähigt werden. 

Ökologisches Bewusstsein schaffen 
Die Infrastruktur, Versorgung, Inhalte und der Rahmen der Veranstaltung sind so gewählt, dass alle Teilnehmenden indirekt und direkt Impulse bekommen, die ihnen aufzeigen, was Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein bedeutet und wie dieses konkret umgesetzt werden kann. 

Christliche Gemeinschaft und das Hochfest Ostern bewusst erleben 
Da das Bundestufenunternehmen über die Kar- und Ostertage läuft, sollen Roverinnen und Rover diese Zeit bewusst erleben und sich mit der Osterzeit auseinandersetzen, um sie besser zu verstehen. Darüber hinaus bieten altersgerechte Angebote jeder und jedem Einzelnen Zugänge zur eigenen Spiritualität und dem eigenen Glauben. Sie geben Impulse diese (weiter) zu entwickeln.  

Alle spirituellen und religiösen Angebote sind freiwillig. Sie sind offen und altersgerecht aufbereitet und regen zum aktiven Mitgestalten von Kirche und deren Angeboten an. 

Roverinnen und Rover erfahren sich, insbesondere bei der gemeinsamen Osterfeier, unabhängig vom eigenen Glauben, des eigenen Glaubens oder der eigenen Konfession, als Teil einer christlichen Gemeinschaft und die DPSG als eine besondere Form von Gemeinde. 

Networking ermöglichen 
Roverinnen und Rover sollen die Möglichkeit haben, DPSG-Mitglieder aus ganz Deutschland, anderen Verbänden des rdp, Pfadfinderfinderinnen und Pfadfinder aus anderen Ländern, sowie Jugendliche aus den (lokalen) Kontaktgruppen während der Projektphase kennen zu lernen, sich auszutauschen und neue Freundschaften zu knüpfen.  

Die Teilnehmenden tauschen sich mit gleichaltrigen Teilnehmenden bei der Bearbeitung gemeinsamer Aufgaben aus. Dadurch können Roverinnen und Rover andere Sichtweisen und Lebenswelten kennenlernen und lernen zu ihrer eigenen Meinung zustehen und diese gegen andere Meinungen abzugrenzen. Das Aufbauen, Pflegen und sinnvolle Nutzen eines persönlichen Netzwerks werden dadurch ebenfalls gefördert. 

Langfristige Bindung von Mitgliedern an die DPSG 
Durch das gemeinsame, einmalige, große Erlebnis und die positiven Erfahrungen werden Roverinnen, Rover und ihre Leitungsteams, ebenso wie Helfende motiviert und bestärkt, sich langfristig in der DPSG in vielfältiger Weise zu engagieren. Die Teilnehmenden erfahren die Notwendigkeit von Gemeinschaft und was eine gute Gemeinschaft auszeichnet. 

Das Erreichen dieser Ziele und die Beantwortung der Zukunftsfrage wird durch geeignete Methoden bewusst im Programm und Rahmen der Veranstaltung integriert. Der damit einhergehende Prozess der Meinungsbildung ist somit für alle Teilnehmenden erlebbar. Dies befähigt die Teilnehmenden dazu ihre eigene Zukunft und die der Gesellschaft aktiv mitzugestalten. 

3. Ablauf und Inhalte 

Wie in Tabelle 1 aufgeführt, findet das Rover-Bundesunternehmen von Palmsonntag bis Ostermontag 20221 statt. Dabei gliedert es sich in drei Veranstaltungsteile: 

  • Auftakt 
  • Unterwegs- und Projektphase  
  • Abschlusscamp 

Dem geht eine von den Teilnehmenden freigestaltete Vorbereitungsphase voraus. 

PalmsonntagMontagDienstagMittwochGründonnerstagKarfreitagKarsamstagOstersonntagOstermontag
10.04.11.04.12.04.13.04.14.04.15.04.16.04.17.04.18.04.
AuftaktProjektphaseAbschlusscamp
AnreiseAbreise

Tabelle 1: Ablauf und Zeitplan des Rover-Bundesunternehmens 2022 

3.1 Vorbereitungsphase 

Die Vorbereitungsphase dient den Roverinnen und Rovern zur Auswahl und ersten Auseinandersetzung mit ihrer Zukunftsfrage. Sie vernetzen sich außerdem mit den anderen Runden aus ihrem Projekt. 

3.2 Auftaktphase dezentral in den Regionen

Die Teilnehmenden reisen bis Sonntagabend am Veranstaltungsort an und werden dort begrüßt. 

Abends findet ein gemeinsamer Kennenlernabend statt. In diesem Rahmen wird durch verschiedene Impulse, Spiele und Übungen dazu angeregt, bisher unbekannte Menschen und Themen kennen zu lernen. Um den Spirit der anderen Auftaktorte mitzubekommen wird es Videoschaltungen zwischen den Orten geben. 

Nach einer Übernachtung in der Nähe des Veranstaltungsortes, gibt es Montagvormittag einen großen Kick-Off. Nach diesem sollen die Teilnehmenden mit Schwung und Motivation in die folgende Projektphase starten und erste inhaltliche Anregungen und Inputs erhalten. Dazu wird ein anregendes Bühnenprogramm zusammengestellt, welches einen Teil des Veranstaltungsteams, Schirmherr und ausgewählte Rednerinnen und Redner aus Verband, Jugendarbeit, Kirche oder Politik einbindet. 

3.3 Projektphase  

Direkt im Anschluss an den gemeinsamen Kick-Off werden die teilnehmenden Gruppen dezentral unterwegs sein. Unterschiedliche Projekte ermöglichen ein Eintauchen in Bereiche und Lebenswelten, mit denen die Teilnehmenden in ihrem Alltag keine bzw. kaum konkrete Berührungspunkte haben. Die im Vorfeld gewählte Zukunftsfrage passt thematisch zum Projekt der jeweiligen Gruppe. 

In Gruppen von 30-50 Personen werden diese Projekte oder Unternehmungen durchgeführt. Die Ankunft am Projektort erfolgt zwischen Montagmittag und Dienstagvormittag, je nach örtlichen Gegebenheiten. Dort oder in der Nähe gibt es die Möglichkeit für die Gruppe zu übernachten. Für die Verpflegung sind die Teilnehmenden selbst verantwortlich. Unterstützung erhalten die Projektgruppen gegebenenfalls von ortskundigen, ehrenamtlichen Projektbegleitungen und über eine dauerhaft besetzte Infozentrale, die via Messenger, Anruf, Mail kontaktiert werden kann.  

Die Schwerpunkte, in denen sich die Projekte/Unternehmungen (Beispiele in Klammern aufgeführt) befinden sind folgende: 

Politik 
Jugendpolitische Bildung (Shadowingtage bei einzelnen Politikern/Parteien/politischen Gremien; Initiativen gegen rechts/links-Extremismus begleiten; Wahl-O-Mat Entwickler*innen treffen und selbst einen Mini-Wahl-O-Mat erstellen; Fake News – Prävention und Intervention; Durchführung von Debattierclubs) 

Gesellschafft 
Gesellschaftliches Engagement (diverse Projekte in den Bereichen Inklusion und Integration; Aktion mit Bewohnende von Seniorenheimen oder (Kinder-)Hospiz durchführen; Jugendtreff mit den dortigen Besucher*innen renovieren; Handy-/PC-Workshop für Senior*innen organisieren; kochen etc. in Einrichtungen für Wohnungslose) 

Spiritualität (Gemeinsame Aktion mit dem BMPPD; Aktion im Rahmen des Drei-Konfessionen Gotteshauses; die Weltreligionen in einer Stadt entdecken; Osterfeier für Kinder/Senior*innen/im sozialen Brennpunkt vorbereiten) 

Kultur und Kreativität (Berlin zu Zeiten der innerdeutschen Teilung – Wo ist das heute noch spürbar?; Freie Theaterbühne/Improtheater/Inklusives Theater; StreetArt Künstler treffen und gemeinsam aktiv werden; Straßenmusik mit Menschen verschiedener Kulturen machen; Poetry Slam zum Thema „Demokratie“ o.ä. organisieren) 

Unterwegs sein / Action (selbstständige Hikephase ohne direkte Projektbindung, begleitet durch freiwillige Challenges, Tagebuchimpulse, Diskussionsaufgaben, u.ä.; Wandern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze (Geteilte Dörfer); Currywurstwanderatlas gestalten) 

Umwelt 
Ökologie/ Klimapolitik (Mithilfe in einer Fahrradwerkstatt; Upcyclingideen umsetzen; Kräutergarten/Urban gardening/Zementlöwenzahn; Kennenlernen verschiedener Kraftwerke/Energiequellen)  

Osten erleben 

3.4 Abschlusscamp 

Nach der dezentralen Projektphase kommen am Donnerstag alle Teilnehmenden an einem Ort zum großen Abschlusszeltlager zusammen. Hier profitieren die Teilnehmenden vom Austausch über ihre Projekte. Das Erlebte wird reflektiert, die Zukunftsfrage möglichst klar beantwortet und ein Bezug zum eigenen Alltag hergestellt, um Meinungen und persönliche Ziele zu formulieren. ​ 

Der Fokus liegt zunächst auf dem Feiern des Wiedersehens und weiteren Networkings, bevor am Freitag dann die Nachbereitung und Reflexion der Projektphase in den Gruppen ansteht. Hierzu gibt es verschiedene, angeleitete Angebote. Jede Projektgruppe reflektiert dabei auf der Wir- und der Sachebene und erstellt in diesem Rahmen ein Schaustück zur Präsentation des Projektes. Diese werden anschließend in einer gemeinsamen Vernissage begutachtet.  

Darüber hinaus gibt es auch Reflexionsangebote auf der Ich-Ebene, die jede*r Teilnehmende einzeln oder auch im Team besuchen kann.  

Da es sich bei diesem Freitag um Karfreitag handelt wird sich das Abendprogramm daran orientieren, dass es sich um einen stillen Feiertag handelt und es werden ruhige Programmpunkte angeboten, wie Lagerfeuerrunden, ein Leseraum und Nachtyoga bzw. Meditation.  

Das gesamte Abschlusslager hindurch werden Angebote zu unterschiedlichen Themenbereichen angeboten, es können z.B. die Fachbereiche der DPSG (Inklusion, Internationale Gerechtigkeit und Ökologie) offene Aktionen und Angeboten anbieten. Hierbei werden auch die Themen Kar- und Ostertage, Christ*in-Sein und Glaube aufgegriffen und altersgruppengerecht angeboten.  

Außerdem gibt es ein auf die Zielgruppe abgestimmtes Café-Angebot und Abendprogramm.  

An Karsamstag findet weiteres, inhaltliches Programm statt, welches erneut die Schwerpunkte des Bundesunternehmens aufgreift (siehe oben). Abends wird die Gemeinschaft am Lagerfeuer gefeiert und es wird zum Austausch zu den Schwerpunkten der Veranstaltung angeregt.  

Nach einer Osternacht beginnen wir den Sonntag mit einem Osterfrühstücksbuffet. Dieses christliche Hochfest wird den weiteren Tag prägen, wobei auch hier ein letztes Mal Networking und Austausch eine große Rolle spielen. Geplant ist z.B. eine große Ostereiersuche, welche unbekannte Teilnehmende zusammenführt oder das gemeinsame Erleben von Osterbräuchen aus verschiedenen (auch innerdeutschen) Kulturkreisen.  

Nach einer Abschlussreflexion und einem gemeinsamen Abtakt wird der letzte gemeinsame Abend dazu genutzt das Erlebte, die Gemeinschaft und unsere Werte gebührend zu feiern, bevor es am Montag für alle Teilnehmenden auf den Heimweg geht.

4. Organisationsstruktur des Projektes 

Das Projekt Rover-Bundesstufenunternehmen wird von einer ehrenamtlichen Projektgruppe, sowie hauptberuflicher Unterstützung organisiert. Für die konkreteren Planungen und die Durchführung der Veranstaltung ist die Projektgruppe jedoch auf eine Vielzahl weiterer ehrenamtlicher Helfenden im Service- Team angewiesen. 

4.1 Projektteam 

Das Projektteam des Rover-Bundesunternehmens besteht neben der Projektleitung aus drei Projektteams, welche vor allem zu Beginn die Grundsäulen des Projektes bilden: 

  • Inhalt 
  • Orga 
  • Kommunikation 
Ein Bild, das Screenshot enthält.  Automatisch generierte Beschreibung

Organigramm des ehrenamtlichen Planungsteams.

Die Leitungen der drei Projektteams bilden mit der Projektleitung den Steuerkreis. Projektteamleitung, Projektleitung und die Projektteams bilden das Planungsteam mit einer Zielgröße von 20 – 30 Personen. 

Im weiteren Verlauf des Projektes werden sich aus diesen Projektteams veranstaltungsorientierte Teilprojektgruppen bilden, welche alle Kompetenzen vereinen. 

Unterstützt werden alle Projektbereiche nach Bedarf und Absprache von hauptberuflichen Kräften aus dem Bundesamt. Dies sind u.a. die für die Roverstufe zuständige pädagogische Referentin der Bundesleitung, sowie die der*die Referent*in für Veranstaltungsmanagement, die Sekretariate und das Referat Öffentlichkeitsarbeit. 

Als Sponsor steht der Projektleitung der Bundesvorstand sowie die Bundesgeschäftsführung gegenüber, mit welchen v.a. Finanzielle Fragestellungen und hauptberufliche Ressourcen abgestimmt werden.

4.2 Helfenden-Team 

Das Helfenden-Team ermöglicht den Roverinnen und Rovern das Bundestufenunternehmen als Erlebnis vor Ort zu erfahren. Es unterstützt das Projektteam beim Aufbau und Abbau der Veranstaltungsorte sowie der Infrastruktur, der inhaltlichen Ausführung und der Organisation.  

Um die Arbeitsbelastung für jede*n Einzelne*n möglichst gering zu halten, wird sich um eine angemessene Anzahl an Helfenden bemüht. Diese wird sich an den Zahlen anderer internationaler Großveranstaltungen im Pfadfinderkontext orientieren. Um dies zu erreichen, wird dem Helfenden-Team ein inhaltliches Programm zur Verfügung gestellt. So wird je ein Teil des Helfenden-Teams freigestellt, um Zeit für die Teilnahme an ausschließlich für sie organisierten Aktivitäten wie Exkursionen und Workshops zu haben. Das Helfenden-Team rekrutiert sich aus volljährigen Personen, die nicht mehr der Roverstufe zuzuordnen sind und keine Gruppenleitungsfunktion während des Bundesstufenunternehmens innehaben.